Technische Details einer modernen Gelenkarmmarkise

Markisen Fachbegriffe

Was bedeutet Imprägnierung? Was macht ein Sonnenwächter? Alle wichtigen Begriffe einfach erklärt.

Das Markisen-Glossar

Damit Sie beim Kauf oder bei der Pflege Ihrer Markise auf dem neuesten Stand sind – die wichtigsten Fachbegriffe einfach erklärt.

Imprägnierung

Die Imprägnierung ist eine spezielle Schutzschicht, die auf das Markisengewebe aufgebracht wird. Sie sorgt dafür, dass Wasser von der Gewebeoberfläche abperlt – ähnlich dem Lotuseffekt – und verhindert, dass das Tuch bei Regen vollständig durchnässt wird.

Diese Behandlung wird bereits werksseitig aufgetragen. Nach intensiver Reinigung oder mehreren Jahren kann es sinnvoll sein, die Imprägnierung mit einem geeigneten Imprägnierspray aufzufrischen.

Die werkseitige Imprägnierung macht den Markisenstoff auch wasserabweisend – allerdings ist ein gespannter Acrylstoff in der Regel nicht vollständig wasserdicht. Bei Starkregen ist es ratsam, die Markise einzufahren.

Markisen-Tuchwellenhalter

Der Tuchwellenhalter ist ein technisches Verbindungselement aus Aluminium, das die Tuchwelle – also die Rolle, auf die das Markisentuch aufgewickelt wird – mit dem Tragrohr der Markise verbindet.

Das Verbindungsstück ermöglicht es, die Tuchwelle sicher zu befestigen und das reibungslose Auf- und Abrollen des Tuchs zu gewährleisten. Je nach Markisen-Typ sind unterschiedliche Halter-Formen gebräuchlich.

Sonnenwächter

Der Sonnenwächter ist ein elektronischer Sensor, der die aktuelle Sonneneinstrahlung in Lux misst. Bei Überschreiten eines einstellbaren Schwellenwerts fährt die Markise automatisch aus – bei nachlassendem Licht zieht sie sich wieder ein.

Sonnenwächter sind besonders komfortabel, weil keine manuelle Bedienung notwendig ist. Sie sind in Kombination mit einem Elektromotor erhältlich und lassen sich über die Markisen-Steuerungseinheit konfigurieren.

Tipp: In Kombination mit einem Windwächter entsteht eine vollautomatische Markisenbedienung, die optimal auf aktuelle Wetter- und Lichtverhältnisse reagiert.

Windwächter

Der Windwächter misst kontinuierlich die Windgeschwindigkeit mithilfe eines Anemometers. Überschreitet der Wind einen voreingestellten Grenzwert, fährt die Markise vollautomatisch ein – und schützt so das Tuch und die Mechanik vor Schäden durch starke Windböen.

Windwächter sind eine wichtige Schutzmaßnahme, denn eine ausgefahrene Markise bietet eine große Angriffsfläche. Selbst hochwertige Markisen können durch unerwartete Windböen beschädigt werden, wenn sie nicht rechtzeitig eingefahren werden.

Verzinkung

Die Verzinkung bezeichnet eine Korrosionsschutz-Behandlung von Stahlteilen der Markisenkonstruktion. Dabei wird eine dünne Zinkschicht auf die Stahloberfläche aufgebracht, die das Metall vor Rost und Oxidation schützt.

Das Besondere an Zink als Schutzschicht: Selbst wenn die Zinkschicht an einzelnen Stellen kratzt oder beschädigt wird, wirkt der Korrosionsschutz durch die sogenannte kathodische Schutzwirkung weiter. Zink oxidiert bevorzugt und opfert sich, um den Stahl zu schützen.

Elektromotor

Ein Elektromotor ersetzt die manuelle Kurbel zur Bedienung der Markise. Der Motor wird per Wandschalter, Fernbedienung oder Smartphone-App gesteuert und ermöglicht ein komfortables Ausfahren und Einfahren per Knopfdruck.

Hochwertige Motoren verfügen über integrierte Endabschalter, die das Tuch exakt an der richtigen Position stoppen. Kombiniert mit Sonnen- und Windwächter entsteht ein vollautomatisches System.

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